WasserAusflüge

Ein Ausflug in die Welt des Wassers

d3-2-1-bl2-1000x200„Das Wasser kommt aus dem Hahn …“ – Eine häufige Antwort, die jedoch eindeutig zu kurz greift. Um auf die Bedeutung, aber auch die Gefährdung der lebenswichtigen Ressource Wasser aufmerksam zu machen, setzen immer mehr Wasserversorgungsunternehmen auf Aufklärung, Information, aber auch Emotionalisierung und Sensibilisierung.

Der Thema Wasser – unser wichtigstes Lebensmittel – wird in Zukunft immer wichtiger werden. Weltweit leiden viele Menschen bereits heute an akuter Wasserknappheit oder gar an Wassermangel. Aber auch in Deutschland und Europa ist sauberes Trinkwasser nicht länger eine Selbstverständlichkeit. Zunehmende Umweltverschmutzungen und Schadstoffeinträge sowie Folgen des Klimawandels bringen die lebenswichtige Ressource Wasser auch in unseren Breiten in Gefahr.

d3-2-1-27462733_xlUm auch in Zukunft die Qualität unseres Trinkwassers garantieren zu können, ist es wichtig, dass die Öffentlichkeit die Bedeutung einer hachhaltigen Wasserschutzpolitik nachvollziehen kann. Da ist es hilfreich, bereits in Kindesalter für das Thema zu interessieren und zu sensibilisieren. Dabei sind beispielsweise Ausflüge in die Welt des Wassers eine ideale Möglichkeit. Einige Beispiele, die einen Besuch mit der ganzen Klasse wert sind, finden Sie nachstehend:

Freisinger Wasserweg

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Der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising Süd hat sich etwas besonderes für die Bürger einfallen lassen. In der reizvollen Landschaft im Landkreis Freising – mit Heide- und Moosgebieten, seinen beliebten Isar- und Amperauen – bietet die Kulisse für den insgesamt 63,4 km langen Rund- bzw. Radlweg rund um die regionale Trinkwasserversorgung im südlichen Freisinger Landkreis. Die insgesamt acht Stationen des Zweckverbands sind mit Infotafeln und Grafiken ausgestettet. Hier können sich die Bürger über unser´wichtigsten Lebensmittel, das Wasser, ganz allgemein informieren, darüber hinaus erfahren sie jedoch auch Wissenswertes über den Zweckverband selbst. Mehr zum Freisinger Radlweg unter www.wasserzv.de

PDF-Download Flyer: Flyer_Druckversion

Wasser und Wald - Aktionen im Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald

Das Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald organisierte vor einiger Zeit anlässlich des Themas „Wasser und Wald“ eine ganze Reihe von Veranstaltungen, in denen das Wasser in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt wurde. Das Angebot reichte vom meditativen Waldspaziergang über eine Ausstellung mit Fragespiel zum Thema „Wald und Wasser – Schätze der Natur“ und Spielen mit der Natur bis hin zur Betrachtung der gobalen Wasserressourcen. Einige der Stationen sind inzwischen dauerhafte Einrichtungen, die weiterhin zur Verfügung stehen. Das nachstehende “Rahmenprogramm” kann dabei hervorragend von den Lehrkräften organisiert werden.

In der besagten Woche rückte das Wasser in den Mittelpunkt der Veranstaltungen im Walderlebniszentrum. Mittels eines Fragespiels zu dem Thema “Wald und Wasser – Schätze der Natur” wurde das Wissen rund um die Zusammenhänge zwischen Wald und Wasser zu verdeutlichen. Ergänzt wurde das Spiel durch weitere Aktivitäten in der Natur und einem meditativen Waldspaziergang, auf dem der Fluß des Lebens nachempfunden wurde.

Allgemeine Hintergrundthemen
  • Globale Ressourcen
  • Trinkwasserversorgung in Asien, Afrika und Europa
  • Gefahren für das Trinkwasser
  • Die Rolle des Waldes als Trinkwasserspeicher
  • Die Filterfunktion des Waldes
Aktion Spürnase

Ein besonderes Erlebnis für die Kinder ist es, wenn sie in die Rolle von Wasserdetektiven schlüpfen können. Nachdem sauberes Trinkwasser hierzulande für die meisten eine Selbstverständlichkeit darstellt, wissen viele Kinder gar nicht oder nicht genau, wie unser Trinkwasser eigentlich in den Boden kommt und was dort – tief unter der Erdoberfläche – so vor sich geht. Als Wasserdetektive können sie den Weg von der Wolke über den Waldboden bis hin zu seiner Ankunft in den Grundwasserreservoirs nachvollziehen.

Mögliche spielerische Lernfelder:

  • Wasser aus dem Boden saugen
  • Test des Säuregehalts verschiedener Flüssigkeiten
  • Verfolgung des Weges des Regenwassers mit Hilfe des Sickerwassermodells
  • Prinzip der solaren Trinkwasserentkeimung
  • Einfangen von Lebewesen im kleinen Teich und Bestimmung unter dem Mikroskop
Betrachtung der globalen Situation
  • Aktion „Wassertragen“
  • Zelebrierung einer asiatischen Wasserzeremonie
  • Spielerische Aktivitäten:
  • Wassertropfenspiel
  • Basteln von kleinen Schiffen und einem Blubberboot
  • akustisches Ratespiel rund ums Wasser

Verschiedene Stationen können im Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald das ganze Jahr über aufgesucht werden. Anläßlich der Aktion „WasSerleben“ und der Woche „Wasser und Wald“ wurden diese verschiedenen Stationen zusammengeführt:

  • Waldklimastation – Hier wird unter anderem mittels Meßeinrichtungen und anschließender Aufzeichnungen einen Einblick in die Klimadatenreihen zu Niederschlag, Temperatur, Nitrat-Belastung und ph-Wert gegeben.
  • Wasserwege – Ein weiteres Modell veranschaulicht den Weg des Wassers durch den Boden am Beispiel „Wald“. Mit einer einfachen Gießkanne wird Starkregen simuliert, um auf diese Weise die Unterschiede in puncto Abfluß und Filterung in Abhängigkeit zum Bodenbewuchs aufzuzeigen.
  • Lebensraum Wasser – Im Übrigen wird das Wasser als Lebensraum an einem Teich fokussiert und die globale Dimension mit dem Schwerpunkt „nicht genügend sauberes Trinkwasser in Asien und Afrika“ aufgegriffen.

Dietfurter Wasserwege

Dietfurter Wasserwege, Wasser und Mühlenweg im Tal der Weißen Laaber sind sorgfältig erschlossene Erlebnistouren um Dietfurt. Einen handlichen Wanderführer ” Im Land der tausend Quellen” und Prospekte, sowie ein orginelles Kartenspiel als Quartett und “Schwarzer Peter” mit herrlichen Aufnahmen aus Dietfurt gibt es in den Touristikbüros. Auf den “Dietfurter Wasserwegen” wird die Vielgestaltigkeit des Elementes Wasser im Dietfurter Talkessel hautnah erlebbar. An kaum einem anderen Ort treffen so unterschiedliche Gewässersysteme aufeinander wie hier.

Themenwege

Entlang von Themenwegen kann man über Karst-Quellen, natürliche Bachläufe und Flüsse sowie historische und internationale Wasserstraßen aufschlußreiche Einblicke gewinnen. Sie können auch selbst aktiv werden bei der Beobachtung von Tier- und Pflanzenwelt an Altwässern oder der gemächlich sich hinwindenden Altmühl. Das Floß an der ehemaligen Altmühl neben den Irrlewiesen bietet ein kleines Abenteuer zum selber übersetzen: lautloses Überqueren der Wasserfläche, Erhaschen eines kurzen Blickes auf einen blauen Blitz, den Eisvogel.. Privat oder mit einer fachkundigen Führung auf der schönsten Route zur interessantesten Jahreszeit hat dieses Stück Heimat noch viele Geheimnisse für Gäste und Einheimische parat.
Stadt Dietfurt: www.dietfurt.de

Auf den Spuren des Münchner Trinkwassers - mit den Stadtwerken München

Im Mangfallthal haben am 24. Mai 2003 Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, der Miesbacher Landrat Norbert Kerkel und Dr. Kurt Mühlhäuser, der Vorsitzende der Stadtwerke-München-Geschäftsführung, den „M-Wasserweg“ eröffnet: Das Münchner Trinkwasser wird nämlich in der noch weitgehend unberührten Natur des Voralpenlandes gewonnen, rund 80 Prozent davon im Mangfalltal. Zum Schutz ihrer Trinkwasserressourcen hat München im engeren Einzugsbereich der Trinkwassergewinnungsanlagen inzwischen rund 30 Prozent der Flächen aufgekauft und bewirtschaftet sie wasser- und naturschonend. Außerdem unterstützt die bayerische Landeshauptstadt die extensive Landwirtschaft. Denn damit die Qualität des bayerischen Trinkwassers langfristig gesichert ist, muss einiges getan werden.

Sensibilisieren und aufklären

Daher eröffnen die Stadtwerke München den Bürgerinnen und Bürgern aus München und Umgebung auf dem M-Wasserweg einen Blick hinter die Kulissen einer großstädtischen Wasserversorgung und machen das „Lebensmittel Nr. 1“ greifbar und erlebbar. Der Rad- und Wanderweg zwischen Gmund am Tegernsee und München entlang des Flusses stellt aber auch die Verbindung zwischen München und der „Quellregion“ des großstädtischen Trinkwassers her.

Mehrere Routen zwischen 39 und 82 Kilometern Länge wurden ausgearbeitet und bieten sich für Sportler, (Rad-) Wanderer und Familienausflüge an. Da sie an verschiedenen Punkten an S- oder BOB-Stationen vorbeiführen, sind Abkürzungen möglich. An zwanzig Stationen weisen Informationstafeln auf sichtbare und „unsichtbare“ Gewinnungsanlagen, Transportleitungen, Bauwerke hin, aber auch auf Sehenswürdigkeiten und die Natur des Oberlandes.

Nachhaltig seit 1883

Die Nachhaltigkeit der Münchner Wasserversorgung, die sich in dieser Verbindung ins Mangfalltal besonders deutlich spiegelt, geht bis auf die Anfänge im Jahr 1883 zurück, als die zentrale Wasserversorgung der Stadt begann. Die Initiative lag beim Apotheker und Hygiene-Professor Max von Pettenkofer, der in einer Zeit der Typhus- und Cholera-Epidemien die Bedeutung des sauberen Trinkwassers für die Gesundheit erkannte. Pettenkofer legte bereits den Grundstein für die Wassergewinnung im Mangfalltal.

Heute betreiben die Stadtwerke für 1,4 Mio. Abnehmer ein Leitungsnetz von 3 200 Kilometern Länge, in dessen Modernisierung Mio. investiert werden müssen. Allein der Neubau der Trinkwasserzuleitung aus dem Mangfalltal, der 2007 abgeschlossen sein soll, verschlingt rund 175 Mio. Euro. Grund genug also, über die Leistungen der Trinkwasserversorgung auf breiter Ebene zu informieren. Umso besser, wenn diese Information verknüpft wird mit Bewegung, Erholung und Freizeit.

Mehr Informationen unter: zu “Auf den Spuren des Münchner Trinkwassers”
oder: Stadtwerke München GmbH, 01802-796796
Trinkwasserbrunnen und Teich gehören zur Schule

Aktiver Wasserschutz an Schulen

Für die Volksschule von Dietfurt sind Natur und Wasser seit jeher wichtige Themen und stellen eine Chance für gemeinsame Aktivitäten dar. Seit einer Reihe von Jahren betreut die Volksschule von Dietfurt an der Altmühl einen 2,5 Kilometer langen Waldlehrpfad am Arzberg. Der Lehrpfad war 1982 errichtet und gut zehn Jahre später von der Volksschule erneuert worden. Für ihre umfassenden Aktivitäten erhielt die Schule 2001 den Umweltschutzpreis 2001 vom Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz.

In den Projekten der Schule spielt auch das Wasser eine entsprechende Rolle. Im Pausenhof wurde ein großer Quellstein aufgestellt, ein Trinkwasserbrunnen wurde von der Herstellerfirma gesponsort. Und hinter dem Haus im ökologischen Garten findet sich ein Teich mit Fischen, den der zuständige Lehrer zusammen mit den Kindern anlegt und pflegt. , auch wenn der Arbeitskreis von Jahr zu Jahr unterschiedliches Interesse findet.

„Wasser ist für Kinder immer ein Erlebnis“ konstatiert Willi Prock vom zuständigen Wasserversorgungsunternehmen. Dennoch bestehen seitens der Schulen immer wieder Bedenken in Bezug auf die Installation eines Trinkwasserbrunnens. Der Dietfurter Rektor jedoch konnte bis jetzt keinerlei Probleme zum Beispiel gegenseitiges Nassspritzen der Schüler feststellen.

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